Outdoor Duschen: Das musst Du über die Sommererfrischung wissen!

Eine Outdoor Dusche kann gerade in der Sommerhitze für eine kühle Erfrischung für Jung und Alt sorgen. Abkühlung können auch Pools oder Schwimmteiche bieten, diese sind allerdings nicht für jedermann erschwinglich oder, auch aufgrund des Platzmangels, umsetzbar. Auch bringt ein Pool viel Pflegeaufwand mit sich und oft ist es nicht leicht den Pool den gesamten Sommer über sauber und klar zu halten.
Wer aber dennoch auf eine Erfrischung nicht verzichten möchte, sollte einen Blick auf die vielfältigen Outdoor Duschen werfen.

Sie bieten folgende Vorteile gegenüber einen Pool:

  • flexibel einsetzbar
  • geringer Wasserverbrauch
  • pflegeleicht
  • preisgünstig
  • platzsparend

Welche Formen von Outdoor Duschen gibt es?

Outdoor Duschen lassen sich in unterschiedliche Kategorien einteilen:

  • Campingduschen
  • Standduschen
  • Gartenschlauchduschaufsätze

Bei einer Campingdusche handelt es sich um einen mit Wasser gefüllten Behälter. Oft ist dies eine transparente oder schwarz gefärbte Kunststofftasche. Die Kunststofftasche wird regulär über der Kopfhöhe an einen Baum oder an einer Halterung aufgehängt. Unter der Kunststofftasche befindet sich ein Duschkopf, sodass der Wasserdruck für den erfrischenden Wasserschwall sorgt. Besonders praktisch ist diese Dusche, weil man sie überallhin mitnehmen kann und sie sehr platzsparend im Transport ist. Allerdings ist die Duschdauer durch die Literzahl der Kunststofftasche begrenzt.

Standduschen besitzen ein metallenen Standbein, über welches Wasser an den Duschkopf geleitet wird. Sie können entweder mit einem Erdspieß am Ende des Beines in den Boden gesteckt, mit einem Standbein auf den Boden gestellt werden oder festinstalliert sein. Der Vorteil von bodengesteckten Standduschen ist, dass sie ganz einfach wieder entfernt werden können. Festinstallierte Outdoor Duschen sind dagegen echte Hingucker im Garten und können einen größeren Duschkopf bieten.

Outdoor Dusche: Gartenschlauchduschaufsatz

Gartenschlauchduschaufsätze sind extrem praktisch. Sie sind platzsparend und eignen sich mit einer selbstgebauten Halterung nicht nur zum Duschen, sondern auch zum Wässern von Rasenflächen und Beeten. Sie sind also sehr flexibel einsetzbar.

Warmes Duschen mit Solarduschen

Eine besondere Form der Outdoor Dusche bildet die Solardusche. Sie kann sowohl mobil als auch eine festinstallierte Form haben. Bei der mobilen Solardusche handelt es sich meist um eine mit Wasser gefüllte, schwarze Kunststofftasche. Die schwarze Farbe sorgt dafür, dass die Sonnenenergie absorbiert wird, wodurch sich das enthaltene Wasser erhitzt.

Bei der festinstallierten, solarerwärmten Outdoor Dusche handelt es sich um eine klassische Standdusche die im Garten installiert ist. Sie besteht meist aus einer schwarzgefärbtem metallenen Oberfläche, sodass sich das darin enthaltene Wasser erhitzen kann. Viele dieser Solarduschen bieten einen entscheidenen Vorteil gegenüber den mobilen Solarduschen: Sie bieten einen Temperaturregler, sodass kaltes Wasser aus der Wasserleitung oder dem Gartenschlauch beigemischt werden kann. So duschst Du weder zu heiß noch zu kalt, sondern bei Deiner gewünschten Temperatur! Eine extrem praktische Lösung.

Wer also einer Dusche mit kaltem Wasser aus dem Gartenschlauch lieber eine wohlig warme oder gar temperierte Outdoor Dusche vorzieht, sollte sich Solarduschen mal genauer anschauen.

So installierst Du Deine Outdoor Dusche

Im Gegensatz zu einer mobilen Outdoor Dusche mit Erdspieß oder Dreibeingestell, erfordern festinstallierte Gartenduschen natürlich größere Sorgfalt in Planung und Ausführung der Installation. Immerhin ist eine festinstallierte Outdoor Dusche eine wohlüberlegte Investition und eine Errichtung, die Dir auch langfristig Spaß bereiten soll.

Schritt 1: Das musst Du bei der Planung beachten

Outdoor Dusche: Planung

Male dir genau aus, was für eine Form der Outdoor Dusche Du haben möchtest. Du kannst zum Beispiel Deine Dusche wie ein Bad mit gemauerten Wänden und einer Decke aussehen lassen. Bedenke, dass so ein Outdoor Bad eine gewisse Größe in Anspruch nimmt und, dass man eventuell eine Baugenehmigung dafür einholen muss. Gerade wenn das Outdoor Bad nah am benachbarten Grundstück stehen soll.

Der Standort Deiner Outdoor Dusche spielt eine entscheidene Rolle in Deiner Planung. Wenn Du einen Pool oder eine Sauna besitzt, sollte die Outdoor Dusche natürlich in deren Nähe installiert werden. Ein Platz an einer hohen Hecke kann für den gewünschten Sichtschutz vor den neugierigen Blicken der Nachbarn bieten. Vielleicht möchtest Du auch einen umfassenden Sichtschutz um Deine Outdoor Dusche errichten. Dies können zum Beispiel hochkant installierte Holzbohlen oder eine Holzwand darstellen. Das bietet nicht nur Sichtschutz sondern sieht auch noch edel aus.

Desweiteren musst Du dir Gedanken darüber machen, ob Du Duschgele und Shampoos unter der Outdoor Dusche verwenden möchtest. Ist dies der Fall, dann musst Du etwa durch einen Badinstallateur einen Wasserabfluss einrichten lassen, der an die Abwasserleitung des Hauses verbunden ist. Haushaltsübliche Duschgele und Shampoos belasten nämlich das Grundwasser. Umgehen kannst du dieses Problem allerdings indem Du biologisch abbaubare Seife statt Duschgel benutzt.

Schritt 2: Brauchst Du vielleicht einen Experten?

Wenn du Dir nun bewusst bist, wie deine Outdoor Dusche genau aussehen soll, wo sie stehen soll und welche Features sie haben soll geht es an Dein weiteres Vorgehen. Bedenke, dass wenn Du einen Warmwasseranschluss oder einen Abfluss haben möchtest, solltest du unbedingt einen Experten zu rate ziehen. Mit diesem kannst Du gemeinsam Deine Outdoor Dusche planen und die Installation auf einen sicheren Weg bringen.

Eine klassische festinstallierte Standdusche ist genau das Richtige für Dich? Dann folge mit Schritt 3.

Schritt 3: Die richtige Outdoor Dusche auswählen

Ich kann wirklich nur empfehlen eine Solardusche mit Temperaturregler zu wählen, um immer bei der gewünschten Temperatur duschen zu können. Das geht natürlich nur bei ausreichend Sonnenlicht. Die meisten festinstallierten Outdoor Duschen sind Solarduschen, sie beginnen ab einer 89,00€ Preismarke, natürlich ist der Preis nach oben keine Grenzen gesetzt. In der Regel beläuft sich der Preis für gute Solarduschen aber auf unter 150€. Es kann vorkommen, dass im Titel des Produkts „Solardusche“ angegeben ist, aber es sich gar nicht um eine Solardusche handelt (Bsp.*). Achte also darauf, dass die Outdoor Dusche dunkel / schwarz gefärbt ist und ein Liter Fassungsvermögen besitzt. Je größer dieses Fassungsvermögen ist umso länger kann man warm duschen. Man muss dabei aber natürlich beachten, dass es auch umso länger dauert bis sich das Wasser erhitzt.
Eine Auswahl von guten Solarduschen findest du hier.

Schritt 4: Abfluss und Versickerung deiner Outdoor Dusche

Outdoor Dusche: Sickerschacht

Bei Outdoor Duschen muss man natürlich ein ausreichendes Abfluss- oder Versickerungssystem beachten. Wer seine Outdoor Dusche lediglich auf dem Rasen platziert und den Boden einer Dauerberegnung aussetzt, setzt nicht nur seinem Garten einer Überschwemmung aus. Der dann matschige Boden kann sich verformen, Rutschgefahr auslösen oder nachhaltig das Gras beschädigen. Auch Beete sollten nicht zu viel Wasser ausgesetzt sein. Um das zu verhindern kannst Du einen ausreichend großen Sickerschacht anlegen. Dazu solltest Du den Bodenbereich um deine Outdoor Dusche circa 80cm tief ausheben. Anschließend füllst Du das Loch zuerst mit Kies und dann mit kleinen Steinen. So gewährleistest Du auf der Grundfläche des Sickerschachts eine optimale Verteilung des Duschwassers, so dass es einfach versickern kann.

Schritt 5: Aufbau der Outdoor Dusche

Wenn Du die richtige Outdoor Dusche ausgewählt und deinen Sickerschacht errichtet hast, ist es an der Zeit deine Solardusche aufzubauen. Die meisten festinstallierten Outdoor Duschen werden mit dem Untergrund, in der Regel mit einem mitgelieferten Betonsockel verschraubt. Dadurch hat die Solardusche eine sehr große Stabilität. Da der Aufbau der Solarduschen individuell ist, solltest du die mitgelieferte Aufbauanleitung genau beachten.

Schritt 6: Die richtige Duschplattform

Wenn Deine Outdoor Dusche errichtet ist, bist Du eigentlich schon bereit für die Erstinbetriebnahme. Du kannst einfach so auf dem Sickerschacht stehen oder ein Metallgitterrost darauf legen. Das ist vielleicht nicht die komfortabelste Lösung aber durchaus gesund und gut für die Durchblutung Deiner Füße. Natürlich könntest Du eine Duschmatte verwenden. Diese sind meistens aber sehr dünn, bieten weniger Komfort und können nicht so flach auf dem Sickerschacht aufliegen, wie sie es bei Indoor Duschen können. Manche Outdoor Duschen führen bereits eine schicke Duschplattform mit sich, wenn dem nicht so ist, kann man sich auch selbst danach umschauen. Empfehlenswert ist zum Beispiel eine selbstgebaute oder gekaufte Duschplattform aus Holz oder Kunststoff, die sich auf dem Sickerschacht anbringen lässt. Das ist nicht nur komfortabel, sondern sieht auch noch richtig edel aus. Wichtig ist dabei, dass die Holzplattform aus Teak oder Shorea gefertigt ist. Dies sind Tropenhölzer, denen aufgrund ihrer Beschaffenheit die Feuchtigkeit durch die Outdoor Duschen nicht so übel mitspielt. Eine Auswahl von Duschplattformen findest du hier.

Schritt 7: Brauchst Du einen Sichtschutz?

Outdoor Dusche: Sichtschutz

Um Dein Duscherlebnis vor neugierigen Blicken zu schützen, bedarf es oftmals einen Sichtschutz. So kannst Du zum Beispiel eine Hecke um deine Outdoor Dusche pflanzen. Das betont den Naturaspekt deiner Dusche und verschönert ebenso den Garten. Allerdings nimmt es auch einen gewissen Platzbedarf in Anspruch. Eine zweite Möglichkeit wäre es mit Teak oder Shorea Holz selbst einen Sichtschutz zu errichten. So bist du komplett frei in der Gestaltung deines Sichtschutzes, welcher einen großen Teil deines Duschplatzes ausmachen wird. Falls es sich um eine Festinstallation handelt, sind sie sehr stabil und langlebig. Du kannst natürlich auch einen schönen und guten Sichtschutz kaufen, was wohl die komfortabelste Lösung ist. So gibt es zum einen Sichtschutzmatten, die du um deine Outdoor Dusche errichtest oder Paravents. Der Vorteil von Sichtschutzmatten ist, dass sie sehr günstig in der Anschaffung sind. Sie kosten in der Regel zwischen 29€ und 60€. Der Nachteil ist, dass sie nicht so langlebig und stabil sind wie Festinstallationen gerade bei starken Stürmen. Paravents hingegen sind frei aufstellbar und bieten somit die Möglichkeit auch abgebaut und andernorts verwendet werden zu können. Außerdem sehen Paravents sehr edel aus.

Schritt 8: Vorbeugung von Keimen bei Solarduschen

In Solarduschen erwärmt sich das Wasser durch Sonnenlicht in einem Vorratsbehälter, allerdings kann dies zur Vermehrung von Bakterien, sogenannte Legionellen führen. Legionellen sind stäbchenförmige Bakterien die sich in stehenden und warmen wasser rapide vermehren können. Sie sind lebensfähig in einem Temperaturbereich von 5-55°C und besitzen eine optimale Vermehrungsrate bei 30-45°C. Somit birgt das Duschen mit kontaminierten Wasser eine Gefahr. Beim Duschen entsteht meist unsichtbarer Wasserdampf, den wir einatmen und somit eine Bakterieninfektion riskieren. Das Trinken des Wassers ist für Menschen mit intakten Immunsystem allerdings nicht gesundheitsgefährdend. Vermeiden kann man dieses Infektionsrisiko, indem man das Duschwasser alle paar Tage wechselt. Die meisten Outdoor Duschen kommen mit einem Ablassventil des Solartanks, sodass man das Wasser entleeren und z.B. als Blumenwasser verwenden kann.

Schritt 9: Pflege von Outdoor Duschen

Was die Materialpflege angeht, so kann man Edelstahlduschen mit einer Chrompolitur polieren. Dies sorgt wieder für frischen Glanz. Outdoor Duschen aus Holz sind bereits imprägniert, allerdings kann die Imprägnierung im Laufe der Zeit geschwächt werden. Deshalb macht es Sinn das Holz ebenfalls regelmäßig zu pflegen. So erhält das Holz auch wieder seine alte Frische zurück. Pflegen kannst Du das Holz z.B. mit Bangkiraiöl oder Teak & Hartholzöl. Außerdem solltest Du über den Winter natürlich das Wasser aus der Outdoor Dusche entfernen, damit keine Frostschäden an deiner Wellnessdusche entstehen.

Fazit

Outdoor Duschen bieten eine besondere Form der Erfrischung und der Körperreinigung in der natürlichen Atmosphäre Deines Gartens oder eines Campingplatzes. Sie kommen in verschiedenen Formen, als aufzuhängende Kunststofftasche, als Gartenschlauchduschaufatz, als Standdusche mit Erdspieß oder Dreibeingestell oder als festinstallierte Standdusche im Garten, z.B. als Solardusche. Solarduschen gelten als besonders empfehlenswert, da sie die Sonnenenergie nutzen um warmes Wasser bieten zu können. Meistens sind sie mit einem Temperaturregler ausgestattet, sodass kaltes Wasser hinzugemischt werden kann und sie immer bei gewünschter Temperatur duschen können. Festinstallierte Standduschen sind das gesamte Jahr über aufgestellt und bieten Raum zur Gestaltung eines individuellen Duschplatzes. Außerdem sehen sie sehr edel aus und haben meist ein zeitloses Design. Der Vorteil von frei aufstellbaren Duschen hingegen ist, dass sie jederzeit wieder abgebaut und verstaut werden können. Ein besonderes Highlight sind hierbei die Campingduschen, die sich durch ihr leichtes und faltbares Design einfach überallhin mitnehmen lassen.
Egal für welche Outdoor Dusche Du Dich entscheidest, wir sind uns sicher, dass Du langfristig Spaß damit haben wirst.